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Expert Talk mit Susanne Jansen: Digitale Erziehung zwischen Chancen und Herausforderungen

Expert Talk mit Susanne Jansen: Digitale Erziehung zwischen Chancen und Challenges Susanne Jansen Im Gespräch mit Susanne Jansen – Lehrerin und erfahrene Fortbildnerin – geht es um die Chancen und Herausforderungen der digitalen Erziehun...

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Von Kidgonet Redaktion

Familie & digitale Medien

7 Min. LesezeitAktualisiert am 10. September 2025
Expert Talk mit Susanne Jansen: Digitale Erziehung zwischen Chancen und Herausforderungen

Susanne Jansen

Im Gespräch mit Susanne Jansen – Lehrerin und erfahrene Fortbildnerin – geht es um die Chancen und Herausforderungen der digitalen Erziehung. Sie teilt ihre Erfahrungen aus 18 Jahren Unterricht und über 14 Jahren Lehrerfortbildung und gibt Einblicke, wie Eltern, Lehrkräfte und Kinder den bewussten Umgang mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz gestalten können. Dabei geht es nicht nur um Regeln, sondern vor allem um Vertrauen, Kommunikation und praxisnahe Unterstützung – unter anderem auch durch digitale Tools wie Kidgonet.

1. Was hat dich dazu bewegt, mit „digitale.bildungsreise“ ein Angebot aufzubauen, das Lehrkräfte – und somit auch Schüler und Eltern – bei der Gestaltung von Lern- und Entwicklungsprozessen im Digitalen unterstützt und begleitet?

Ich bin jetzt seit 18 Jahren Lehrerin und gebe schon seit über 14 Jahren Fortbildungen an Schulen. In dieser Zeit habe ich unzählige pädagogische Tage gestaltet – zu unterschiedlichen Themen der Schulentwicklung: Binnendifferenzierung, 4B, in den letzten Jahren verstärkt zu digitalen Medien und aktuell ist natürlich das Thema Künstlicher Intelligenz sehr gefragt. Dabei habe ich gemerkt: Es macht mir unglaublich viel Spaß, Lehrkräfte auf diesem Weg zu begleiten, meine Erfahrungswerte zu teilen.

Was mir dabei immer wieder auffiel – es gibt viele hochmotivierte Lehrkräfte, die sich weiterentwickeln wollen, aber oft nicht wissen, wie sie starten oder dranbleiben können. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nur wenige praxisnahe Fortbildungen gibt, die wirklich an den Alltag von Lehrkräften anknüpfen und auf Erfahrungswerten basieren.

Darum habe ich im November 2023 meinen Instagram-Account @digitale.bildungsreise gegründet. Darüber möchte ich Lehrkräfte inspirieren, begleiten und ihnen ganz praktische Impulse für den Einsatz digitaler Medien und KI an die Hand geben – sowohl für ihre eigene Weiterentwicklung als auch für die Arbeit im Unterricht. Mein Ziel ist es, ihnen Wege aufzuzeigen, die zeitsparend sind und im Alltag wirklich entlasten. Denn der Lehreralltag ist ohnehin schon voll genug.

2. Welche Erfahrungen prägen dich besonders, wenn du Eltern, Lehrkräfte oder Kinder in Themen der digitalen Erziehung begleitest?

Digitale Erziehung ist ein spannungsreiches Thema, weil wir alle wissen: Digitalisierung wird ein zentraler Bestandteil unserer Gegenwart und Zukunft sein. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder, wie wichtig es ist, einen gesunden und bewussten Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Besonders relevant ist sich bewusst zu machen, dass Schüler und Erwachsende eben nicht rund um die Uhr am Bildschirm sitzen sollen, sondern dass sie lernen, Geräte wie das iPad sinnvoll, effektiv und kritisch einzusetzen.

Auch Eltern beschäftigt diese Balance sehr. Viele haben die Sorge, dass ihre Kinder nur noch am Handy oder iPad „daddeln“. Da ist mir wichtig zu betonen: Digitale Medien gehören zur schulischen Bildung – genauso wie die Fähigkeit, sie kritisch einzuordnen. Aber die Verantwortung liegt nicht allein bei der Schule. Auch Eltern tragen dazu bei, dass Kinder ihre Freizeit vielseitig gestalten, sei es durch Sport, Musik oder einfach gemeinsame Zeit mit Freunden.

Und bei den Lehrkräften sehe ich, dass es immer noch Vorbehalte gibt – manche halten lieber am Analogen fest. Gleichzeitig erlebe ich eine große Offenheit und Motivation, sich weiterzuentwickeln, egal in welchem Alter oder mit wie vielen Dienstjahren. Die Digitalisierung und auch KI werden nicht verschwinden. Wir müssen sie einsetzen – aber mit Verstand, mit Vernunft und immer mit Blick auf die Kompetenzen der 4Ks: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken.

Prägend für mich ist deshalb die Erfahrung: Eltern, Lehrkräfte und Schüler brauchen gleichermaßen Orientierung, wie analog und digital sinnvoll zusammenspielen – und genau da möchte ich ansetzen.

3. Viele Eltern fühlen sich zwischen Überforderung und Gelassenheit hin- und hergerissen – welche Leitlinien gibst du ihnen für eine gelingende digitale Erziehung mit auf den Weg?

Als Lehrkraft weiß ich, wie schwierig es ist, hier pauschale Ratschläge zu geben. Vieles basiert auf Erfahrungswerten. Wichtig ist mir vor allem das Bewusstsein: Viele Kinder werden vermutlich einmal Berufe ausüben, die es heute noch gar nicht gibt – und digitale Medien sowie Künstliche Intelligenz werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Sich dem völlig zu verweigern, ist also keine Option.

Gleichzeitig erlebe ich, dass viele Eltern noch wenig Erfahrung mit digitalen Medien und KI haben oder sogar Angst davor, ihre Kinder damit in Kontakt zu bringen. Das ist verständlich, aber auch herausfordernd. Deshalb sehe ich digitale Erziehung als einen gemeinsamen Entwicklungsprozess von Eltern, Schule und Kindern. Es geht darum, einen Mittelweg zu finden: Weder alles verbieten noch einfach laufen lassen.

Meine wichtigste Leitlinie ist: Ein gesundes Maß. Klare Strukturen helfen – zum Beispiel gemeinsame Regeln wie „keine Handys beim Abendessen“ oder feste Bildschirmzeiten. Genauso wichtig sind aber bewusste Auszeiten, in denen digitale Geräte keine Rolle spielen. Das müssen wir Erwachsene dann aber eben auch vorleben.

Digitale Erziehung bedeutet für mich, Kindern Orientierung zu geben: Wie können sie Medien sinnvoll und kritisch nutzen? Wo liegen Chancen, wo Gefahren? Und vor allem: Wann ist es Zeit, das Handy beiseite zu legen und mit Familie oder Freunden Zeit zu verbringen.

4. Welche Rolle spielt das gemeinsame Gespräch in der Familie, damit digitale Erziehung nicht nur als „Regelwerk“, sondern als echte Chance für Vertrauen und Beziehung erlebt wird?

Vertrauen ist die Grundlage, das A und O – und das entsteht nur durch offene Kommunikation. Kinder brauchen die Möglichkeit, mit ihren Eltern Chancen und Risiken digitaler Medien zu besprechen, ohne dass sie sofort Angst haben müssen, etwas „falsch“ gemacht zu haben.

Für mich heißt das, Regeln sind wichtig, aber sie sollten immer erklärt und gemeinsam reflektiert werden. Zum Beispiel, warum das Handy beim Essen nichts zu suchen hat oder warum es bis zu einem gewissen Alter nicht ins Kinderzimmer gehört. Wenn ein Kind noch kein eigenes Endgerät hat, ist es genauso wichtig, offen zu erklären, warum das so ist – und warum es vielleicht in diesem Moment noch gar nicht nötig ist.

Ebenso gehört dazu, dass Eltern sich bewusst entscheiden, wie viel Kontrolle sie übernehmen wollen: etwa welche Apps erlaubt sind oder welche Einstellungen sie gemeinsam mit den Kindern festlegen. Das Wichtigste ist, dass all das nicht heimlich passiert, sondern in einer transparenten Kommunikation.

5. Wie bewertest du digitale Hilfsmittel wie Kidgonet – können solche Tools eine sinnvolle Unterstützung in der digitalen Erziehung sein?

Ich finde, Kidgonet kann auf jeden Fall eine wertvolle Unterstützung sein — insbesondere dann, wenn es im Sinne einer vertrauensvollen Eltern–Kind-Beziehung eingesetzt wird und nicht als starres Überwachungsinstrument verstanden wird. Die App bietet tolle Basisfunktionen: Sie erlaubt geräteübergreifende Bildschirmzeitregulierung, altersgerechte Webfilterung, die Geräteortung, einen Link zur Nummer gegen Kummer sowie ein benutzerfreundliches Elternportal. Besonders wichtig: Der Schutz der Privatsphäre wird großgeschrieben – Kidgonet überträgt keine Chat- oder Browserverläufe, sondern verarbeitet lediglich anonyme Nutzungszeiten. Dadurch können Eltern digitale Strukturen schaffen, ohne das Kind auszuspionieren. Kidgonet ersetzt das Gespräch nicht – aber es unterstützt es, indem es technische Hilfestellung leistet und Regeln transparent macht.

Technik allein reicht nicht, aber in Kombination mit pädagogischem Begleiten ist Kidgonet eine geniale Möglichkeit für eine gelingende digitale Erziehung.

6. Wo siehst du die größten Chancen, dass Kidgonet Eltern im Alltag entlastet und die digitale Erziehung ihrer Kinder stärkt?

Die größte Chance sehe ich darin, dass Kidgonet Eltern ein Stück Sicherheit und Struktur gibt. Viele fühlen sich zwischen Überforderung und Gelassenheit hin- und hergerissen. Durch Funktionen wie die Bildschirmzeitregulierung können Eltern klare Rahmenbedingungen schaffen – ohne alles ständig selbst kontrollieren zu müssen. Im Idealfall hat man das eben auch mit den Kindern zuvor besprochen.

Das entlastet, weil es Diskussionen reduziert und Regeln sichtbar macht. Kidgonet ersetzt wie zuvor schon angedeutet diese Gespräche nicht, sondern unterstützt sie, indem es den Alltag transparenter macht – und auch ganz bestimmt konfliktfreier.

Diese Kombination aus Sicherheit, Transparenz und Vertrauen stärkt nicht nur die digitale Erziehung, sondern auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass gelungene digitale Erziehung braucht beides – pädagogische Begleitung und technische Unterstützung. Kidgonet nimmt Eltern einen Teil der technischen Last ab und schafft damit mehr Raum für das, was im Alltag so wichtig ist: Beziehung, Vertrauen und gemeinsame Reflexion.

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